Lösung für Parkproblem in der Anna-Bender- und Wilhelmstraße in Sicht
"Wenn hier ordnungsgemäß geparkt würde, kann niemand mehr durchfahren." Bürgermeister Roland Marsch kennt das Problem im alten Ortskern von Edingen. Bei der Verkehrstagfahrt gestern schauten sich Vertreter der Gemeinde und Anwohner den Engpass an der Ecke der Anna-Bender/Wilhelmstraße an. Den Vorschlag des Bürgermeisters, den Bereich in eine verkehrsberuhigte Zone umzuwandeln, finden sie gut.
Wird der Ortskern bald verkehrsberuhigte Zone?
Presseecho
"In der Unteren Neugasse läuft das schon seit vielen Jahren prima", weiß Gemeinderätin Lieselotte Schweikert. Dort wurden die Gehwege entfernt und die Straße einheitlich gepflastert. "Die Autos parken direkt an den Hauswänden", erzählt sie, so bleibe ausreichend Platz in der Mitte, auch für große Fahrzeuge. "In einem verkehrsberuhigten Bereich sind Autos, Fußgänger und Radfahrer gleichberechtigt", erläutert Gerhard Gamber von der Straßenverkehrsbehörde. Gekennzeichnet werde das Ganze mit dem bekannten, blauen Schild mit spielenden Kindern darauf. "Im Volksmund sprechen die Leute daher von einer ,Spielstraße', obwohl das nicht der korrekte Begriff ist", so Gamber. In einer echten Spielstraße dürfe sich überhaupt kein Verkehr bewegen, deshalb gebe es diese Regelung selten.
Im Ortskern sollen sich die Autos aber sehr wohl bewegen, ebenso wie die Fußgänger, gerade ältere Menschen mit Gehhilfe oder Eltern mit Kinderwagen brauchen Platz. Bei einem verkehrsberuhigten Bereich wäre das alles gegeben, und auch die Müllabfuhr käme dann durch. "Die hat hier regelmäßig Schwierigkeiten", weiß Marsch, weil - trotz Parkverbots und entsprechender Markierung auf dem Boden - Autos den Weg versperren. Probeweise steht zusätzlich ein Schild an Ort und Stelle, das das Parken freitags und samstags vormittags verbietet.
Nach Wunsch des Bürgermeisters sollen die Anna-Bender- und die Wilhelmstraße zuerst umgestaltet werden - sofern der Gemeinderat zustimmt, was in einer der kommenden Sitzungen besprochen und möglichst beschlossen werden soll. "Wenn es sich bewährt, kann man darüber nachdenken, das in der Konkordia- und der Gartenstraße fortzusetzen", so Marsch. "Wir wären damit völlig einverstanden", nickt Anwohner Werner Hornig, der "mittelbar von dem Parkproblem betroffen" ist, "weil die Leute ihre Autos bei uns in der Konkordiastraße parken, wenn drumherum alles voll ist". cos
Mannheimer Morgen
02. März 2007

JUSOS

