Termin für Bürgermeisterwahl steht fest

Presseecho

Termin, Stellenausschreibung und Wahlausschuss für die Bürgermeisterwahl stehen fest: Gewählt wird am Sonntag, 30. September. Eine mögliche Neuwahl ist auf Sonntag, 21. Oktober, festgesetzt. Die Stelle wird am 25. Juni im Staatsanzeiger ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist am 3. September.

Bei diesem Punkt der Gemeinderatssitzung übernahm Bürgermeister-Stellvertreterin Heidi Gade den Vorsitz. Bürgermeister Roland Marsch und Grünen-Gemeinderat Ulf Wacker verließen den Ratstisch und nahmen nebeneinander in den Zuschauerreihen Platz. Christian Volk (CDU) war überrascht und fragte nach, warum Wacker, von dem es offiziell noch gar keine Bewerbung gebe, den Tisch verlasse. Bei Marsch, der bereits öffentlich äußerte, sich wieder zur Wahl zu stellen, sei das etwas anderes. Auch Georg Mildenberger (SPD) meinte, Wacker sei doch gar nicht befangen. "Wir haben von der Verwaltung einen Wink bekommen", erklärte Gerd Brecht (Grüne). Hauptamtsleiter Wolfgang Ding stellte klar, dass es erst nach der offiziellen Ausschreibung einen oder mehrere Kandidaten geben könne. "Aber diejenigen, die in der Öffentlichkeit Gedanken um ihre Bewerbung geäußert haben, sind in der Regel befangen." Gemeinderat Stephan Kraus-Vierling (UBL/FDP/FWV) fand nichts "Ehrenrühriges" dabei, wenn man sich selbst betroffen fühle. Es sei nicht schlecht, wenn man dann der Gemeinderatsrunde fern bleibe. Christian Volk, selbst im Gespräch für eine Kandidatur, blieb übrigens am Ratstisch sitzen.

Dem Gemeindewahlausschuss unter Vorsitz von Gade und mit Stellvertreter Wolfgang Ding gehören weiter an: Georg Mildenberger (SPD – Ersatz Wolfgang Jakel), Lieselotte Schweikert (UBL/FDP/FWV – Ersatz Professor Rudolf Zaun-Axler), Ulrike Janson (Grüne – Ersatz Gerd Brecht) und von der Verwaltung Schriftführer Gerhard Fischer (Elke Hugo). Als Marsch später bekanntgab, dass die Stellungnahme des Kommunalrechtsamts wegen den Zwistigkeiten zwischen Wacker und Walter Köhler (CDU) in der Februarsitzung vorliege und auf die gesetzlich verankerte "vertrauensvolle Zusammenarbeit" im Gemeinderat verweise, entschuldigte sich Wacker. "Ich habe mich bei zwei Formulierungen vergriffen." Es sei überzogen gewesen, Köhler "Machtmissbrauch und Gemauschel" vorzuhalten. Er wollte niemanden beleidigen, nehme die Äußerungen zurück und entschuldige sich. Marsch gab bekannt, dass der Haushalt 2007 mit einer Korrektur genehmigt wurde. Die Sanierungsarbeiten an der Graf-von-Oberndorff-Schule laufen, dauern aber noch einige Wochen an.

Mit Verweis auf den Wohnungsbrand in der Friedrichsfelder Straße, wo neun Personen kurzfristig obdachlos wurden, fragte Kraus-Vierling nach einem Notfallplan. "Das haben wir und können ihn im Ernstfall auch umsetzen", erklärte Marsch. In der Turnhalle seien die Voraussetzungen geschaffen.

Rhein-Neckar-Zeitung - 16.03.2007