"Schwerpunkte gut entschärft"

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- Zahl der Unfälle in den Gemeinden im Verbreitungsgebiet bleibt stabil -
Der Trend in der Stadt gilt auch für die fünf Rhein-Neckar-Gemeinden, für die das Mannheimer Polizeipräsidium zuständig ist: Die Zahl der Verkehrsunfälle stabilisiert sich. Nur unwesentlich um ein Prozent ist der Wert im Jahr 2006 auf 794 Kollisionen angestiegen. Im Stadtgebiet lag die Zunahme bei rund einem halben Prozent.

Besonders erfreulich sind in den Umlandgemeinde zwei Entwicklungen: die Zahl der Verletzten ist um neun Prozent auf 140 Personen zurückgegangen. Und wie schon im Vorjahr gab es auch in 2006 keine Unfalltoten in den fünf Gemeinden.

Polizeioberrat Dieter Schäfer, der die Zahlen vorstellte, lobte die gemeinsamen Bemühungen von Polizei und Kommunen, Unfallschwerpunkte zu entschärfen. "Da gab es schöne Erfolge", sagte er. In Brühl etwa ging die Zahl der Unfälle um fast zehn Prozent auf 194 zurück, auch bei den Verletzten sind es nur noch 20 gegenüber 38 im Jahr 2005.

Zunahmen gab es dagegen in Edingen-Neckarhausen (ein Plus von fast 13 Prozent bei den Unfällen und von 50 Prozent bei den Verletzten) sowie in Heddesheim - dort kletterte die Zahl der Verletzten von 16 auf 34. Hier müsse man die konkreten Ursachen für die Unfälle noch einmal genauer analysieren und dann die Konsequenzen daraus ziehen, sagte Schäfer.

Von den fünf Umlandgemeinden schneidet Ilvesheim in der Verkehrsunfallstatistik am besten ab. Pro 1000 Einwohner gab es dort im Schnitt neun Kollisionen. Schlusslicht auf dieser Skala ist Ladenburg mit 18 Unfällen pro 1000 Einwohner. Die Polizei will nach Angaben von Schäfer stärker gegen so genannte Bagatellvergehen wie das Fahren mit Handy am Ohr vorgehen. Denn solches Fehlverhalten - die Statistik führt das unter "Sonstige Fehler beim Fahrzeugführer" - gehören mit Abstand zu den häufigsten Unfallursachen - weit vor Kollisionen wegen Alkohol oder zu hoher Geschwindigkeit.

Mannheimer Morgen - 14. März 2007