Angeschwemmter Unrat verschwindet in großen blauen Säcken

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- Grundschüler der Pestalozzi-Schule und Anglerverein säubern Neckarufer -
Frühjahrsputz am Fluss leisteten wieder der Anglerverein Edingen und Grundschüler der Pestalozzi-Schule. Nachdem im vergangenen Jahr die großangelegte Uferreinigung wegen des Vogelgrippe-Virus ausfallen musste, wurde dieses Mal am "Tag des Neckars" dafür mit doppelten Einsatz gearbeitet.

Zum Glück hielt sich die "Ausbeute" in Grenzen. "Es gab in der letzten Zeit kein Hochwasser, und so sind wir von angeschwemmtem Unrat verschont geblieben", ließ der Vorsitzende des Angler-Vereins, Hans-Jürgen Weißling, wissen. Dennoch hatte die vielköpfige Schülerschar und die begleitenden Eltern alle Hände voll zu tun.

Vom Unterdorf bis hinauf zum Krottenneckar wurde Abfall eingesammelt und in zwölf großen, blauen Müllsäcken verstaut. Rektor Endrik Ebel packte ebenfalls mit an und kam zum naturnahen Einsatz an den Neckar. Auch ein Dutzend Angler war zur Stelle, um mitzuhelfen und die Kinder zu begleiten.

"Fallt mir nur ja nicht ins Wasser", ermahnte Helmut Schrom zur Vorsicht, wenn die Schüler sich allzu nah am Fluss durch die Büsche schlugen. Eingetaucht in die Fluten ist gottlob niemand, dafür aber manches kuriose "Sammlerstück" entlang der Uferstrecke aufgetaucht. Wie beispielsweise Plastik-Spielknochen für den Hund, ausgelatschte Turnschuhe und ganze Packen von nicht ausgetragenen Werbeprospekten.

Außerdem lagen jede Menge Flaschen herum. Zu allem Überfluss hatten Rabauken damit auch den Neckarweg unterhalb des "Steinernen Tischs" bombardiert. Eine Mutter griff zu Schaufel und Besen, um die Glassplitter zusammenzukehren und damit der Verletzungsgefahr von Mensch und Tier vorzubeugen. Nach zweistündigem Einsatz an frischer Luft knurrte so manchem Helfer der Magen, da kam die Einladung des Anglervereins zu einem kostenlosen Eintopfessen gerade recht.

Nach der praktischen folgte noch eine kleine theoretische Neckar-Exkursion. Dabei bedauerte Hans-Jürgen Weißling, dass die Baggerarbeiten dem Krottenneckar kein durchgängiges System gebracht hätten und wies darauf hin, dass der Anglerverein für das vom Regierungspräsidium geplante Biotop zwischen Festwiese und der Ortsgrenze Neckarhausen die Patenschaft übernehmen werde.

Mannheimer Morgen - 15. März 2007