EDINGEN-NECKARHAUSEN: Blick in die Unfallstatistik
175 Mal kam es 2006 zu Karambolagen in Edingen-Neckarhausen, im Jahr zuvor lediglich 155 Mal. Ein genauerer Blick in die vom Polizeipräsidium Mannheim erstellte Statistik zeigt zudem, dass es mit 118 schweren Unfällen acht mehr als 2005 gab. Immerhin starb, wie im Vorjahr auch, kein Beteiligter an den Unfallfolgen. Aber die Zahl der Verletzten ist von 26 auf 39 angestiegen, die der Schwerverletzten von fünf auf acht.
Mehr Karambolagen wegen Baustellen?
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Hauptkommissar Heinz Jacob vom Stabsbereich Verkehr des Polizeipräsidiums hat keine griffige Erklärung für die Zunahme in 2006. Er kann sich aber vorstellen, dass wegen der Bauarbeiten auf der A 656 viele Autofahrer den Weg durch Edingen gewählt haben. Und das höhere Verkehrsaufkommen brachte eben mehr Unfälle mit sich. Bauarbeiten könnten auch Ursache für die Entstehung eines neuen Unfallschwerpunkts an der Zufahrt zum Real-Markt (K 4139 / Berliner Straße) sein. Dort gab es 2006 vier Kollisionen, im Vorjahr keine einzige. Die Polizei wird die weitere Entwicklung beobachten.
Mit der Hauptstraße in Edingen und der Kreuzung vor dem Neckarhausener Schloss blieben die beiden weiteren Unfallschwerpunkte unverändert. Von den elf Karambolagen auf der Hauptstraße im Bereich zwischen Grenzhöferstraße und Sportzentrum wurden fünf durch Missachtung der Vorfahrt ausgelöst. 2005 krachte es sieben Mal.
Zwei Vorfahrtsverletzungen, eine Karambolage beim Abbiegen und ein Auffahrunfall: So lautet die Bilanz für die Kreuzung vor dem Neckarhausener Schloss. Auch 2005 gab es an der Stelle vier Kollisionen. "Wegen der fünf Zufahrten wäre ein Kreisel hier sehr hilfreich", nennt Heinz Jacob ein Mittel zur Lösung des Problems.
Nochmals zurück zu den 39 Verletzten. 13 davon waren Fahrradfahrer, eine Zunahme um vier. Einer von ihnen trug schwerere Blessuren davon, 2005 waren es zwei. Sieben Fußgänger wurden verletzt, davon zwei schwer. Im Vorjahr stand in dieser Rubrik eine Null. Zu den Verletzten zählen auch sieben Kinder. Drei zogen sich Wunden als Radfahrer zu, zwei als Fußgänger, weitere zwei als Mitfahrer, davon eins schwer.
Mit vier blieb die Zahl der Alkoholunfälle unverändert, während die Vorfahrtsverletzungen von 25 auf 31 wuchsen. Rückläufig ist die Zahl der Unfallfluchten, nämlich von 70 auf 61.
Mannheimer Morgen - 11. April 2007 - Dr. Klaus Backes

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