Gute Zahlen, aber Marsch warnt vor Euphorie Etat einstimmig verabschiedet / Haushaltsrede des Bürgermeisters
Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat den Etat 2007. Trotz der im Vergleich zu den Vorjahren guten Zahlen warnte Bürgermeister Roland Marsch in seiner Haushaltsrede vor Euphorie. Zur Finanzierung der Investitionen benötige man zwar dank höherer Einnahmen von zwei Millionen Euro keine Kredite, müsse aber auf die Rücklagen zurückgreifen.
Gute Zahlen, aber Marsch warnt vor Euphorie
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Und Investitionen mit einem Volumen von rund drei Millionen Euro stehen an, erklärte das Ortsoberhaupt. Unter anderem nannte er 350 000 Euro für die Sanierung von Straßen: "Damit kann man schon einiges machen." 280 000 Euro fließen in die Unterhaltung des Kanalnetzes, 140 000 Euro in die Sanierung der Graf-von-Oberndorff-Schule, weitere 133 000 sind für die Sanierung der Großsporthalle eingeplant, 150 000 Euro für die Anschaffung eines Feuerwehr-Gerätewagens.
Ganz andere Dimensionen habe die Sanierung der Pestalozzischule, bemerkte das Ortsoberhaupt: Insgesamt werde sie wohl rund drei Millionen Euro kosten, wovon in den Jahren 2007 bis 2009 jeweils 500 000 Euro eingeplant wären. Die Orangerie soll bis zum Fest "Rund ums Schloss" 2008 fertig sein. Kosten: 100 000 Euro. Mit all dem erfülle man fast nur Pflichtaufgaben und werde dem Prinzip "Sanierung geht vor Neubau" gerecht, erklärte Marsch. Edingen-Neckarhausen setze einen Schwerpunkt im Bereich Kinderbetreuung und Schulen: "Ich denke, dass wir hier Vorreiter sein sollten als familienfreundliche Gemeinde in der Region." In diesem Zusammenhang erwähnte er auch das Jugendzentrum, das attraktiver werden müsse.
Im Rahmen der Ortskernsanierung, so Marsch weiter, soll der lange gewünschte Fußweg zwischen Haupt- und Wilhelmstraße geschaffen werden. In Neckarhausen gebe es dringenden Handlungsbedarf im Bereich Neckarmarkt. Leider sei die Suche nach einem Investor, der ein neues Wohn- und Geschäftshaus errichtet, bisher vergebens gewesen. "Wenn es uns nicht gelingt, einen Dritten zu finden, der dort tätig wird, muss wohl doch die Gemeinde eingreifen." Hier könne auch die Bau-GmbH der Gemeinde aktiv werden, die bereits das "Hirsch"-Projekt realisiert habe.
Auch künftig, so Marsch, müsse die Sparpolitik fortgesetzt werden. Allerdings nicht mehr bei der Verwaltung: "Wir sparen konsequent und nachhaltig und lassen die so genannte Luft raus." Eine weitere Verringerung des Personals sei nicht ohne Einbußen bei den Leistungen für die Bürger möglich. Sein Fazit: "Ich denke, mit dem vorliegenden Haushaltsplan hat der Gemeinderat die Chance, Motor zu sein. Er kann vorausgehen und vorausfahren, ohne dass wir die Gemeinde an die Wand fahren."
Mannheimer Morgen - 16. Februar 2007 - Von Dr. Klaus Backes

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