Dass die Sanierung von Anna-Bender-Straße und Wilhelmstraße im Edinger Ortskern unbedingt nötig ist, bestreitet niemand. Dass die Parksituation dringend geklärt werden muss, zählt ebenfalls zum Allgemeinwissen der Kommunalpolitiker. Deswegen ist die Forderung der Ratsmehrheit, vor dem Beschluss zur Umgestaltung erst noch über eine Art Generalverkehrsplan zu beraten, schlicht unverständlich.
Der Kommentar: Was soll das?
Presseecho
Zumindest wird nicht für viel Geld ein neues Gutachten erstellt, sondern das seit etwa 15 Jahren vorliegende als Basis der Diskussion genutzt.
Aber was soll dabei herauskommen? Dass der Gemeinderat beispielsweise Einbahn-Regelungen beschließt, ist eher unwahrscheinlich. Denn der Zorn der Bewohner von Straßen, die dadurch stärkeren Belastungen ausgesetzt sind, würde die Bürgervertreter unweigerlich treffen. Auch daran ist schon damals die Umsetzung der Experten-Empfehlungen gescheitert.
Bleibt nur zu hoffen, dass der für 2008 vorgesehene Sanierungsbeginn in Anna-Bender- und Wilhelmstraße nicht wegen der Grundsatzdiskussion verschoben werden muss. Die Anwohner dort leiden nämlich schon lange genug unter der unbefriedigenden Situation. Und einen weiteren Aufschub würden sie sicherlich nicht widerspruchslos hinnehmen.
Mannheimer Morgen - 23. März 2007 - Von Dr. Klaus Backes

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