Hindernis am Krottenneckar wird beseitigt

Pressemitteilungen

Der Krottenneckar wird durchgängig gemacht und somit die bessere Durchströmung des Neckar-Altarms gewährleistet. Das versicherte gestern Landschaftsarchitekt Hartmut Müller-Falkenhahn vom Heidelberger Planungsbüro IUS auf Anfrage der RNZ.

Nachdem die Arbeiten im Naturschutzgebiet den Winter über witterungsbedingt stockten, befürchteten nicht nur die Angler, dass ein Teilstück des Seitenarms stehen bleiben würde und der Krottenneckar somit nicht die Sauerstoffzufuhr erfahren würde, die er braucht. Absinkende Schwebeteilchen und Sedimente sorgten in der Vergangenheit dafür, dass der wichtigen Fischkinderstube die Luft auszugehen drohte. Nur eine angemessene Durchströmung und Durchgängigkeit könnte gewährleisten, dass der Krottenneckar und seine Bewohner am Leben bleiben.

Landschaftsarchitekt Müller-Falkenhahn erklärte, dass diese Sperre, ein so genannter "Pfropfen", außerhalb des ursprünglich geplanten Arbeitsbereiches liegt und erst im Zug der Fertigstellung der rund 80000 Euro teuren Maßnahme registriert wurde. Nach Rücksprache mit der zuständigen Abteilung im Regierungspräsidium Karlsruhe wird das Hindernis nun aber beiseite geräumt.

Nach Beseitigung der Engstelle ist gewährleistet, dass der Krottenneckar auch bei Normalwasser (und nicht nur bei Hochwasser) durchgängig durchströmt wird. "Das ist in Arbeit und wird nächste Woche abgeschlossen sein", sagte Müller-Falkenhahn.

Ebenso wie kleinere Nacharbeiten in anderen Bereichen. Dazu gehören unter anderem auch die Fertigstellung des Weges mit einer Deckschicht und das Aufstellen der Bänke, ein Stückchen abgerückt von der Wasserkante. Auch das Schild "Naturschutzgebiet" kommt wieder an seinen ursprünglichen Platz. Die Flächen sind jedoch wieder so weit hergestellt – nach der Planierung wurden Grassamen gesät, die nun je nach Witterung in den nächsten Wochen sprießen sollen. Schneefall und heftige Regenschauer machten der ausführenden Firma in der vergangenen Woche noch einmal einen Strich durch die Rechnung: Nachdem die schweren Maschinen erneut im Matsch versanken, mussten die Arbeiten erneut eingestellt werden.

Rhein-Neckar-Zeitung - 29.03.2007